Aller guten(schlechten?) dinge sind 3, sitze im I-Cafe und haste durchs Netz. Bevor die Zahlungen nicht verbucht sind tut sich daheim nichts in Sachen Netz....
Den Besuch häte ich mit Bauchgrimmen hinter mich gebracht. Arbeiten durfte ich auch wieder, nur ist das so eine wankelmütige Sache, die Weltwirtschaftskrise schlägt sich überall nieder....
Aber ich arbeite dran und bedanke mich für die netten Kommis, die ich ausführlicher beantworten werde, wenn mich das Ganze nicht mehr 50 Cent für 15 Minuten kostet.
Nur so viel vorab....ich freue mich sehr über den verloren Geglaubten....
morgiane - 31. Jan, 12:27
Immer noch Kurzarbeit. Und von daher bin ich gezwungen morgen beim Amt den Rest Unterlagen zwecks SGBII vor zu legen.
Und es fühlt sich echt Scheiße an, wie Waterloo oder eine verlorene Schlacht. Es fehlen immer noch vier Monate, bis zum Stichtag 13. Mai, an dem ich ein Jahr lang ohne Hilfe überlebt hätte und damit zumindest wieder im ALGI gelandet wäre....
Da kann einem die Lust am Leben und das Lachen auch mal vergehen..die Bremsen vom Auto im Eimer, Nebenkosten stehen an, der Große hat nächste Woche Geburtstag....
Dazu kommt, dass ich mich nicht nur im Netz sondern auch im real life rar gemacht habe und jetzt auch keinem mehr mit meinem Gejammer auf den Senkel gehen möchte, denn der erste Besuch beim Amt hat wieder mal ergeben, dass meine Wohnung um rund 17 qm und 100€ zu groß und zu teuer ist. Und ich falls keine Arbeit kommt, in einem halben Jahr spätestens noch einmal umziehen darf/kann/muß/sollte? Fühle mich wie der sprichwörtliche Hamster in seinem Rad oder klassisch zitiert wie Sisyphos, jedes Mal, wenn ich ein Stück bergauf gekommen bin überrollt mich der blöde Stein....
Und wieder mal fühle ich mich irgendwie hilflos, ohnmächtig und mächtig wütend, weil...ach die Gründe liegen doch auf der Hand...
Desewegen Schneckenhaus. Und weiter suchen. Und Kapitulation und morgen früh dem A...vom Amt entgegen treten. Vorschuß brauche ich unbedingt, Kühlschrank/Tank/Portemonnaie ratzekahl leer...und ich hab wie so häufig Bauchweh und würde am liebsten den Termin umgehen. Muß aber leider sein....Also morgen früh den letzten Kaffee trinken, Schultern zurück, Bauch rein, brust raus und dann....auf gehts! Und morgen nachmittag habe ich hoffentlich einen neuen Vorstellungstermin, so dass es wirklich nur ein Zwischentief wird....je nachdem, ob das mit dem Vorschuß klappt und ich den AVA überzeugen kann.
Und jetzt ziehe ich mich zurück....und hoffe dass der nächste Eintrag positiver ausfällt....
morgiane - 25. Jan, 23:12
Ich hab mich ganz schön rar gemacht, stelle ich gerade mal so fest...
Aber irgendwie war mir nicht nach Schreiben, obwohl ich genug Zeit gehabt hätte, wir haben Kurzarbeit, ich bin seit letzte Woche Montag daheim. Und mir fällt die Decke auf den Kopf....ich frage mich, wie ich das früher ohne Arbeit ausgehalten habe....nur eine Woche und die Strukturen bröckeln...der Kleine geht auch ohne von Mama geschmiertes Schulbrot in die Lehranstalt, die Wohnung ist wunderschön klein, so dass ich alles einmal durch geputzt habe, Geld zum ausgeben habe ich nicht und bei den ganzen blöden Blitzeisattacken bleibe ich lieber hier...
Bücher habe ich auch keine Neuen mehr...echt öde.
Und warum sollte ich das hier täglich und abendfüllend festhalten?
Einstweilen wird es Mittag....und immer wieder grüßen die Arbeitslosen von Marienthal.
morgiane - 21. Jan, 17:08
Allgemeine Tendenz
Ein Jahr, um… den Sinn des Lebens zu ergründen und sich ein wenig zu amüsieren.
Die Arbeit wird einen wichtigen Platz in Ihrem Leben einnehmen, aber Sie sollten sich stärker und anhaltender von Ihren Kollegen unterstützt fühlen als letztes Jahr. Durch methodisches Handeln, durch Bevorzugung langfristiger Projekte statt kurzfristiger "Schnellschüsse" dürften Sie sehr schöne Erfolge erzielen.
In diesem Jahr werden Sie etwas aufatmen und sich mal wieder etwas mehr um sich selbst kümmern können. Die Atmosphäre wird entspannt. Profitieren Sie davon und setzen Sie sich nicht gleich wieder zu viele neue Ziele.
Veranstalten Sie lieber ein paar verrückte Unternehmungen mit Ihren Freundinnen, genießen Sie den Luxus, rauszukommen und seien Sie offen für jede kulturelle Veranstaltung.
Die günstigsten Monate: Januar, April und September
Die schwierigsten Monate: März, Juni und Dezember
Okay, das mit den verrückten Unternehmungen hört sich interessant an....und so übel kann der Juni nicht werden, wenn ich doch dann nach Düdo fahre um mir Depeche Mode live anzusehen....
morgiane - 6. Jan, 15:36
Wer mag suche sich den Clip von Abba selbst dazu....*smile*....
Also ich habe mein ruhiges Jahresende doch sehr genossen, genossen, nicht noch hektisch einzukaufen, in der Küche zu stehen, um Kulinarisches vorzubereiten, Sekt zu kühlen, Alokoholvorräte aufzufüllen...
Statt dessen: Ausschlafen, in Ruhe in den Tag starten, zur Arbeit fahren (von 13.00 bis 18.00, voll easy) von da aus den Briefkasten zu leeren und mich zu freuen, dass derjeinge bald aus dem Winterurlaub zurück sein wird und ich die Schlüssel wieder abgeben kann...
Daheim mir etwas Pasta zu kochen, mich auf meine blaue Couch zu fläzen und ganz gemächlich dem Jahresende entgegen zu sehen...keine Bilanzen zu ziehen, keine guten Vorsätze. Einfach nur faul sein....um Mitternacht mit meinen Liebsten telefoniert, meine Tochter fragt sich jedes Jahr, wo ich denn das Netz her habe, alle Welt kann nicht telefonieren oder smsen, nur ich plauder fröhlich mit meinen Kindern....
Der Hochnebel machte das Zuschauen schwerer, aber gekracht hat es hier auch ohne mein Zutun mächtig....("Eckaaat....die Russen kommen!")
Und so relaxed, wie das Alte gegangen ist, so relaxed beginnt das Neue....der Streß kommt schon von alleine, deswegen...zurück lehnen, genießen, gut gehen lassen....
Und mich vom Neuen überraschen lassen, wie es wird....
morgiane - 1. Jan, 19:16
So, Weihnachten wäre wirklich friedlich und streßfrei geschafft, viel (Fr)Esserei war auch nicht, ein gutes fest, Geschenke für die Kids waren gelungen, ab heute gehe ich dann auch wieder arbeiten.
Das Jahr so gut wie vorbei....und wie immer liegt das Neue sowohl verheißungsvoll als auch unberechenbar vor mir...
Was ich mir wünsche? Dass ich meinen Job etwas länger behalte, ein paar Tage Urlaub um Ostern rum okay, zu dem Jackpot im Lotto würde ich auch nicht nein sagen, aber eigentlich....soll es mit den Kids so bleiben, wie es jetzt ist, ich würde vielleicht doch gern der Liebe begegnen? Ich weiß es nicht....
Habt Dank für eure lieben Wünsche, die ich gerne erwidere und um ein "Ich wünsche allen einen guten, gesunden Rutsch ins Neue und dass der ein oder andere Traum in Erfüllung gehen möge" ergänze...
Wie ich den Silvesterabend verbringe? Ruhig, alleine mit Miss Sophie und dem Silvesterpunsch vom Ekel Alfred, eine gute Flasche öffnen und weiter nichts. Kein Streß, kein Trubel...und das erste Jahr in dem ich keine Raketen steigen lasse....und das wird schön werden....
morgiane - 28. Dez, 18:57
Weihnachten
Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit.
Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
und das alte Lied von Gott und Christ
bebt durch Seelen und verkündet leise,
daß die kleinste Welt die größte ist.
Joachim Ringelnatz (1883-1934)
morgiane - 23. Dez, 13:13
Aber das schlimmste liegt hinter mir. Als ich Dienstag das Lilumobil anmeldete, den Mercy heim fuhr und frierend in der Bahn saß hatte ich schon so eine Ahnung, dass mich wieder so eine Horde lausiger Viren ins Visier genommen hat...
Am Mittwoch habe ich dann meinen Kollegen, der mit mir zur Arbeit fährt, verspottet, weil er von der Erkältung fast dahin gerafft wurde...dachte noch, typisch Mann, Weichei und wie mann sich für ein wenig Mitgefühl jammernd auf den Rücken werfen kann...
Am Donnerstag war ich dann dran...Kopfschmerzen, Husten, das übliche halt...und arbeiten gewesen.
Am Freitag eine Stufe schärfer, trotzdem arbeiten gewesen, bis um halb zwei gebraucht nach Hause, wie tot auf der Couch eingepennt, unruhig geschlafen, Fieber.
Samstagmorgen der Wahnsinn: Die Tickets hatte ich schließlich schon, Weihnachtsshopping in Amsterdam. Der Tag? Eine verschwommene Erinnerung, Husten, tränende Augen, Gliederschmerzen. Immer wieder die Erkenntnis bei mir "Sch....idee", das Ticket hätte ich erstattet bekommen?
Trotzdem gut 10 km gelaufen, Blumenmarkt, Waterlooplein und Albert Cruyp Markt abgeklappert. Aber dann mit der tram zurück zur Centraalstation und die Geschäfte in der Stadt und ausgiebig de Wallen gebummelt...
Abends um halb 1 daheim gewesen, wie tot auf der Couch eingeschlafen...weiter schön Schleimlöser, Schmerzmittel, Hausmittelchen genommen und den Sonntag ganz brav auf der Cuch verbracht...mit derben Muskelkater in den Waden, weil es in Amsterdam immer schön bergauf, bergab geht...Essen? keinen Appetit...als meine Kids abends heim kamen (Der Große hat Weihnachtsfrei) bekam er auf die Frage, was es denn zu essen gibt den Autoschlüssel, ein bisschen Geld und den Auftrag noch reichlich Getränke mit zu bringen.
Der Kleine schlief derweilen wie vom Blitz gefällt auf der Couch ein...angesteckt.
Heute morgen war ich dann so vernünftig und habe den netten Rene in der Firma angerufen und mich ziek gemeldet. Wir bellen jetzt am Woensdag wegen nächste Week...erstaunlich, ich lerne immer mehr holländisch und das sogar mit einer Riesenrübe, denn mein Kopf hat mindestens doppelten (gefühlten) Umfang.
Jetzt habe ich (Zwangs)Pause. Und bin vernünftig genug, nicht gleich hier mit Fenster putzen, bügeln oder Hausputzorgien los zu legen.
Jetzt werde ich die Einkäufe dem Großen überlassen, mich auskurieren und zur Ruhe kommen. Was jetzt nicht fertig ist, ist halt nicht fertig. Geschenke gibts sowieso eher Kleinigkeiten, Baum und Weihnachtsschnickschnack sucht man hier vergebens und Heiligabend mit meinen Kids werden wir es eher gemütlich angehen lassen. Und hoffentlich eine gesunde Weihnacht erleben, nicht wie jetzt mehr Lazarett als Heim.
Und das wünsche ich euch allen, seid nett zueinander, laßt euch nicht vom Streß auffressen und vor allem bleibt gesund!
morgiane - 22. Dez, 23:02